Poller auf Brücken bei Birenbach

 

Poller und Schranken auf Geh- und Radwegen sorgen immer wieder für Negatvschlagzeilen. Einen weiteren aktuellen Fall gibt es seit ein paar Wochen auf dem "Klepperleradweg" zwischen Schwäbisch Gmünd und Göppingen in Birenbach.

 

Bei einer Kurierfahrt mit dem Rad am 12. Juni 2020 traf ich bei Birenbach nachfolgende Situation vor. Diese Hindernisse brachten das schon volle Fass zum Überlaufen und führten letztendlich zur Aktion "Goodbye Heavy Metal"

 

Auf eine Nachfrage bei der Gemeinde erhielten wir folgende Erläuterungen:

Die Brücken auf dem Radweg nach Schwäb. Gmünd stammen aus der letzten Jahrhundertwende – Achtung: nicht aus der Jahrtausendwende, sondern vom Anfang des vorigen Jahrhunderts, als die Bahnstrecke gebaut wurde. Sie sind dringend sanierungsbedürftig. Es dürfen auf keinen Fall andere Fahrzeuge als Radfahrer über die Brücken fahren. Um dies zu verhindern (Verkehrssicherungspflicht der Gemeinde), wurden die Poller installiert, ansonsten hätten die Brücken für sämtlichen Verkehr gesperrt werden müssen.

Die unebene Fahrbahn bei der Supermarkt-Brücke wurde zwischenzeitlich durch eine GFK-Platte (Glasfaserverstärkter Kunststoff) entschärft, die Schilder mitten auf der Fahrbahn wurden entfernt.

Die Gefahrenstelle aus Richtung Wäschenbeuren kommend - Bild 2 – besteht noch – die Poller sind von dieser Richtung aus wegen der Kurvenkrümmung erst ca. 5 Meter vor dem Hindernis zu sehen, vermutlich wird man aber durch den jetzt längeren weißen Strich gewarnt.

Herr Bürgermeister Frank Ansorge versprach, mit seinem Bauhof die Situation vor Ort zu inspizieren und ein Hinweisschild aufzustellen.

Nach Sanierung der Brücken – spätestens im Frühjahr 2021 - werden die Poller wieder entfernt. Bis dahin können nach Aussage des BM die Metallpoller nicht durch Plastik ersetzt werden, da diese immer wieder zerstört würden – von wem auch immer.

alle Themen anzeigen

Verwandte Themen

Mitgliederversammlung Kreisverband Göppingen

Am 5. Mai fand im Märklinsaal der Göppinger Stadthalle die Jahresmitgliederversammlung unseres Kreisverbands statt.…

Und täglich grüßt das Murmeltier: Donzdorf und die Umlaufsperren

"Radfahrer absteigen!", "Fahrt auf der Straße!". Das empfehlen zwei Leserbriefschreiber den Kritikern des Donzdorfer…

Radschnellverbindung Filstal – technisch machbar und wirtschaftlich sinnvoll

Der 28. März 2019 war ein besonderer Tag für den ADFC Göppingen und könnte ein besonderer Tag für die Radfahrenden im…

Netz der Fahrradreparaturstationen im Landkreis Göppingen wächst

Neuer Fahrradservice steht nun auch in Göppingen und Bad Boll zur Verfügung. Weitere Stationen sind in Planung

Mobilität der Zukunft: Mit dem Porsche zum Bäcker?

ADFC wundert sich über die Fokussierung auf das Auto beim Bürgerdialog zur zukunftsfähigen Mobilität in Göppingen

Donzdorf erhält "Goldenen Pannenflicken 2016"

Mit dem Negativpreis "Pannenflicken" verdiente sich die Donzdorfer Stadtverwaltung eine Weihnachtsüberraschung der…

Schwerer Unfall eines Radfahrers an Umlaufsperre auf Lautertal-Radweg

Am Montag, 16.11.2015 wurde ich Zeuge eines Notarzt-Einsatzes an der Privatzufahrt zum Gräflich Rechberg'schen Wohn- und…

Quo vadis Radfahrer?

Sicher ist es der einen oder dem anderen aufgefallen, dass im August bereits auf den Radwegschildern im Filstal der…

Radschnellweg Fils – ein turbulentes Jahr 2020

12,5 % beträgt der kommunale Anteil an den Planungskosten der Radschnellverbindung durch das Filstal. Noch nie waren die…

https://goeppingen.adfc.de/artikel/poller-auf-bruecken-bei-birenbach

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

    weiterlesen

  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

    weiterlesen

  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

    weiterlesen

  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

    weiterlesen

  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

    weiterlesen

  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

    weiterlesen

Bleiben Sie in Kontakt