Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Göppingen

ADFC-BikeNight 2025 (Kreisverkehr "Strudel", Göppingen)

ADFC-BikeNight 2025 (Kreisverkehr "Strudel", Göppingen) © Andreas Posim

ADFC-BikeNight 2025 - ein Rückblick

Nach einem Jahre Pause trafen sich am 10. Oktober wieder rund 140 Radlerinnen und Radler bei der ADFC BikeNight von Göppingen nach Uhingen und zurück

Trotz einer Unterbrechung der jährlichen BikeNight im letzten Jahr, radelten unter wechselnder Teilnahme wieder rund 140 Menschen bestens gelaunt durch Göppingen und Uhingen, um ihrer Forderung “MehrPlatzFürsRad!” Gehör zu verschaffen. Dabei kamen die Mitradelnden aus der ganzen Region. 

Bärbel Vogl ging in ihrer Eingangsrede hauptsächlich auf die Entwicklung in Göppingen ein und verwies dabei auf die Nachbarstadt Eislingen, die mit ihren Leuchtturmprojekten - zwei gut geplanten und gut markierten Fahrradstraßen und dem bevorrechtigten Fahrradkreisel an der Hirschkreuzung - unangefochten in den Landkreis strahlt. Sie zeigte sich allerdings enttäuscht darüber, dass auch nach zwei weiteren vergangenen Jahren in der Stadt Göppingen noch nichts Wegweisendes aus dem Radverkehrskonzept umgesetzt ist – im Gegenteil – die Verwaltung verzettelt sich mit zum Teil halbherzigen „Inselprojekten“ im Westen und Osten der Stadt, die vermutlich niemals miteinander verbunden werden. Anstatt die im Westen mit wenig finanziellem Einsatz begonnene Ost-West-Achse durch die Stadt (und den Landkreis!) konsequent nach Osten weiterzuführen, wird eine weitere Insel im östlichen Teil mit großem finanziellem Einsatz saniert. Und das Ergebnis – es bleibt kein Geld mehr für weitere Verbesserungen an anderer Stelle übrig!

Sie vermisst immer noch die Einsicht in den Köpfen von Verwaltung und Gemeinderäten, dass auch der Radverkehr, genauso wie der Autoverkehr, zusammenhängende Streckenführungen braucht, damit sich die Radlerinnen sicher auf ihren Wegen bewegen können.

Aber – es geht ja noch schlimmer – im westlichen Landkreis, in Uhingen geht gerade gar nichts voran! Auch dort fehlt eine vernünftige Radinfrastruktur. Durch die Stadt wäre ein Teil des Radschnellwegs RS14 geführt worden mit hohen finanziellen Zuschüssen vom Land – doch der Gemeinderat hat diese Pläne mehrmals mehrheitlich abgelehnt!

So wird der RS14 jetzt in Uhingen unterbrochen und führt erst wieder auf Ebersbacher Gemarkung weiter mit allen Nachteilen für Pendler. Hier fehlt die Einsicht in den Köpfen von manchen Gemeinderäten, dass auch der Radverkehr gute und kreuzungsfreie Streckenführungen benötigt. 

Der bunte Radlermix aus Jung und Alt machte sich dieses Jahr daher mit Musik, Klingeln und Trillerpfeifen, flankiert von Polizei und ADFC-Ordnern, über das Reusch und Faurndau auf nach Uhingen. Ein langer leuchtender Lindwurm wand sich durch die Straßen, um die unermüdlich Widerständigen dort bei ihrer Online-Petition zur Weiterführung des RS14 durch Uhingen zu unterstützen.

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